VR-Kino: Ein Erfahrungsbericht

In Berlin konnten interessierte Menschen erste Erfahrungen im VR-Kino (Virtuelle Realität im Kino) machen. Das Gemeinschaftserlebnis in die virtuelle Realität einzutauchen, kam bei allen Anwesenden jedoch sehr unterschiedlich anDas erste Virtual-Reality-Kino in Deutschland wurde in den Medien gross angekündigt. Somit war es nicht verwunderlich, dass sich mehr als 2.500 Menschen bei Facebook für das Event als „interessiert“ eingeschrieben haben.

In insgesamt sieben Vorstellungen mit jeweils 30 Minuten länge, wollte man möglichst vielen Menschen dieses Erlebnis im VR-Kino ermöglichen. Mit einer Kurzdokumentation (Titel: Clouds over Sidra) sollten die Anwesenden Gäste eine bestmögliche VR-Kino-Erfahrung machen.

Alles war perfekt angerichtet beim Event in der Platoon Kunsthalle in Berlin, welche kurzerhand zum VR-Kino umfunktioniert wurde. Sogar der rote Teppich wurde über den vereisten Stufen zur Halle für die Besucher ausgelegt. Ein tolles Erlebnis für jeden VR-Begeisterten einmal über den roten Teppich gleiten zu dürfen. Der Duft von Popcorn lag schon im Eingangsbereich in der Luft.

Zur Überraschung aller Anwesenden durfte am Eingang sogar zwischen mehreren VR-Filmen, welche alle mit 360Grad-Kameras gedreht wurden, ausgewählt werden.

Hatte man sich für einen VR-Film entschieden, wurde man in den entsprechenden Vorführungssaal geleitet. Hier angekommen verwunderte man sich über das doch sehr dunkle Ambiente im Raum. In unserem Saal waren rund 35 Drehstühle aufgestellt, auf denen jeweils eine VR-Brille (Virtual-Reality-Brille) lag. Eine grosse Einführung gab es nicht, wir setzten die Brillen auf und schon ging die Vorführung im VR-Kino los.

Erfahrungsbericht VR-Kino

Das Erlebnis im VR-Kino war neu und doch trotz unserer VR-Erfahrung noch recht ungewohnt. Es machte Spass sich der Szenerie und den gutgedrehten Filmen hinzugeben. Die Zeit verging bei nur 30 Minuten Laufzeit natürlich wie im Flug. Einige Leute im Raum mussten die VR-Brille nach kurzer Zeit abziehen, da sie doch etwas sehr hart drückte, anderen bekamen sogar Kopfschmerzen und ihnen war durch das Drehen auf dem Stuhl schwindelig.

Zur VR-Brille im Kino. Da die PlayStation VR-Brille ja bekanntlich noch nicht auf dem Markt ist, war uns klar, dass es ein anderes Modell werden wird. Natürlich haben wir auf die Oculus Rift gehofft, doch leider wurden wir enttäuscht. Es handelte sich lediglich um die VR-Gear von Samsung, eine VR-Brille bei dem man zusätzlich noch ein Smartphone einspannen muss. Das virtuelle Realitätserlebnis wurde so natürlich qualitativ deutlich schlechter als angenommen.

Das Bild wirkte teils langsam und „plump“, wodurch auch einzelne Pixel im Bild deutlich zu erkennen waren. Das Sichtfeld ist durch die Grösse des Smartphones auch deutlich eingeschränkt.

Der Akku des Smartphones erhitzte sich deutlich und dem aktuellen Akkustand konnte man quasi beim verringern zusehen. Das Drehrad um die Schärfe zu regulieren, welches an der VR-Gear angebracht war, funktionierte auch eher mässig und machte einen sehr billigen Eindruck.

Fazit des ersten Besuchs im VR-Kino

Das Potenzial von VR-Kinos ist erkennbar und wie wir meinen unheimlich gross. Allerdings muss man nach dem ersten Besuch festhalten, dass man wohl noch etwas hätte warten sollen, bis bessere VR-Brillen wie die Oculus Rift oder die PlayStation VR, verfügbar sind. Mit einer ausgereiften VR-Brille wäre das Erlebnis im VR-Kino wohl noch eindrücklicher gewesen. Die Idee war gut, die Umsetzung allerdings noch ausbaufähig. Was allerdings positiv zu bewerten ist, ist die Tatsache, dass ein weiterer Meilenstein im Thema „Virtual Reality“ erreicht wurde.

Wir betreiben diesen PlayStation VR-Blog. Alle Neuerungen und Spiele-Tests rund um die PlayStation VR erfahrt ihr immer hier. Wir freuen uns immer über Feedback, Fragen oder Kommentare.
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